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12. April 2017

Kinder schon im Grundschulalter weniger aktiv

Die körperliche Betätigung bei Kindern lässt bereits ab einem Alter von sieben Jahren nach –  und nicht wie oft angenommen erst ab der Pubertät. Der Rückgang ist bei Mädchen und Jungen etwa gleich hoch. Dies fanden Forscher der University of Strathclyde in Glasgow heraus.

Für die Überzeugung, Kinder bewegen sich meist genügend, die Bewegung im Jugendalter nimmt jedoch stark ab, gebe es wenig eindeutige Hinweise, so die Forscher. Diese Ergebnisse stammen zudem aus einer Zeit, vor der Digitalisierung.

Um den zeitlichen Verlauf der Veränderungen zu erfassen, untersuchte die Arbeits­gruppe die körperliche Aktivität von etwa 400 Kindern über eine Dauer von acht Jahren. Die körperliche Aktivität wurde jeweils im Alter von sieben, neun, zwölf und 15 Jahren mittels eines kleinen, tragbaren Mo­ni­tors gemessen, den die Kinder ununterbrochen trugen.

Insgesamt war die allgemeine Bewegungsintensität bereits ab einem Alter von sieben Jahren rückläufig – bei Jungen sowie bei Mädchen. Die Wissenschaftler stellten wäh­rend des Jugendalters dagegen keinen verstärkten Rückgang fest.

„Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, können keine festen Schlussfolge­run­gen bezüglich Kausalität und Effekt gezogen werden“, so die Forscher. Zudem sei das Ergebnis repräsentativ für Nordostengland, könnten jedoch nicht ohne Weiteres pauschal auf andere Länder angewandt werden. Dennoch beto­nen die Wissenschaftler, dass ihre Ergebnisse eindeutig der häufig vorherrschenden Annahme widersprechen, dass die körperliche Aktivität erst im Jugendalter zurückgehe. Das sollten künf­­ti­ge Forschungen und die Prävention berücksichtigen.

Quelle: Ärzteblatt

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