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21. März 2019

So untersucht der Orthopäde Ihr Kind

Vorsorgeuntersuchungen sind unabdingbar um eventuelle Störungen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können. Kinder und jugendliche, die Leistungssport treiben und dadurch ihre Haltungs- und Bewegungsorgane überdurchschnittlich beanspruchen, sollten regelmäßig von einem Sportorthopäden durchgecheckt werden.

Gleiches gilt, wenn in der Familie schon einmal Haltungsfehler aufgetreten sind. Der Orthopäde überprüft Form und Beweglichkeit sowohl der gesamten Wirbelsäule als auch der einzelnen Wirbel, Außerdem untersucht er wie stark die stabilisierende Muskulatur ausgebildet ist. Das Fundament, auf dem die Wirbelsäule ruht, sind die Füße, die Beine und das Becken. Deshalb gehört eine Überprüfung der Fußstellung und der Belastungen während des Bewegungsablaufes ebenso zu einer sportorthopädischen Untersuchung wie eine Beinachsen- und eventuell auch eine Beinlängen-Differenzbestimmung. Muskelsteuerung und Wahrnehmung werden ebenso getestet. Bei nicht eindeutigen Befunden im Bereich der Füße, bei Störungen des Aufbaus oder der Bewegungsabfolge können moderne, Computergestützte Videoanalysen aufschlussreich sein, So kann beispielsweise eine Mess-Sensorfolie in den Schuh eingelegt werden, die permanent die Kraftübertragung beim Laufen misst. Die dabei vermittelten Daten werden an einen Computer überspielt. Dieser kann in der Bewegungsabfolge des Gehens alle auftretenden Störungen erkennen.

Bei statischen Auffälligkeiten empfiehlt es sich, mittels optischer Messsysteme (so genannte 3D-Wirbelsäulenanalyse) die Wirbelsäulenform und -statik zu vermessen.

Der Orthopäde kann so den Behandlungsverlauf kontrollieren und die weitere Therapie an die bereits erzielten Behandlungsergebnisse anpassen, Besteht der Verdacht, dass die knöcherne Struktur des Wirbels gestört ist, wird der behandelnde Arzt zu weitergehenden bildgebenden Verfahren greifen, um zu einer zweifelsfreien Diagnose zu gelangen – können doch solche Schädigungen zu dauerhaften, krankhaften Verformungen führen. Das kann eine digitale Röntgenuntersuchung sein, bei komplexeren Schädigungen sind kernspintomographische Schichtuntersuchungen notwendig.

Quelle: BVOU/Orthinform/J. Kuno

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